Gleiche Arbeit, neuer Träger

Seit gut vier Monaten ist die Tafel Zella-Mehlis Teil der Diakonie-Familie. Ebenso aufgenommen wurde das Kleiderlädchen, durch das das schon umfangreiche Angebot des Trägers sozialer Einrichtungen erweitert wurde.

Zella-Mehlis – Seit zwei Jahrzehnten kümmern sich Ehrenamtliche in der Tafel Zella-Mehlis um Menschen und Familien, die von Armut betroffen sind, und retten zeitgleich wertvolle Lebensmittel vor der Entsorgung. Einst als Außenstelle der Suhler Tafel in der Rodebachstraße gegründet, seit dem Umzug 2011 in die noch heute gültige Adresse in der Forststraße 27, beendete die Tafel Suhl 2021 die Trägerschaft. Kurzerhand sprangen die Verantwortlichen des Vereins Thüringer Arbeitsloseninitiative Soziale Arbeit (Talisa), Regionalstelle Hildburghausen, ein und übernahmen die Geschicke in der Forstgasse 27, nun als Lebensmittelausgabestelle. Im September vergangenen Jahres lief auch diese Trägerschaft aus, und das Diakoniewerk Sonneberg-Hildburghausen/Eisfeld mit Tafelverbund trat als Träger in große Fußstapfen, womit die bisherige Lebensmittelausgabe den Rechtscharakter einer Tafel trägt. Trotz der verwirrenden Umstände stand jederzeit die Unterstützung und Entlastung von Bedürftigen im Fokus und der zeitgleichen Lebensmittelrettung.
„Ich habe hier ein engagiertes Team kennengelernt und hoffe, dass wir gemeinsam einen guten Weg gehen“, sagte Diana Gütter, die als jahrelange Koordinatorin und Leiterin der Hildburghäuser Tafel bei der feierlichen Übernahme in Zella-Mehlis zugegen war. Begleitet wurde sie von Klaus Stark, geschäftsführender Vorstand des Diakoniewerkes, Jens Kraußlach, Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes der Tafeln, Bürgermeister Richard Rossel sowie den Helferinnen und Helfern der Tafel und des Kleiderlädchens, das nun unter dem Namen „Soziallädchen“ aktiv ist. Jeder von ihnen weiß, was es heißt, in einer eigenständigen Tafel zu arbeiten.

Verbunden mit einer Mitgliedschaft im Bundesverband, was die Verantwortlichen mit Übernahme der Trägerschaft umgehend beantragten, ist das Recht auf Unterstützung für Ausstattung und förderfähige Projekte. Mitte Januar wurde die Mitgliedschaft bestätigt, sodass nun der Name „Tafel Zella-Mehlis“ offiziell und die Aufnahme in den Landesverband möglich ist. Sie ist seitdem eigenständig und kein Anhängsel der Suhler Tafel, wie Jens Kraußlach ausdrücklich betonte. „Und auch keines des Staates oder eine verlängerte Sozialstation“, sagte er. „Wir helfen mit dem, was uns möglich ist“, ergänzte er mit der Bitte um Unterstützung bei der Verteilung der Lebensmittel an Bedürftige. „Händeringend suchen wir Helfer und Fahrer. Die Arbeit soll dabei für jeden im Rahmen bleiben und Spaß machen.“ Weitere Märkte seien angesprochen worden, zeitgleich sei man aber auch dankbar für das gemeinsame Miteinander und den Zuspruch von Partnern, die teilweise schon seit vielen Jahren zuverlässig spenden.
Bürgermeister Richard Rossel empfand die Nachricht über das Ende der Trägerschaft als „sehr beunruhigend, denn Lebensmittel- und Kleiderausgabe sind wichtig und mit sehr viel Engagement verbunden“, betonte er. Er freue sich sehr, mit dem Diakoniewerk einen neuen Träger für beide Einrichtungen gefunden zu haben, und sicherte Unterstützung zu wie beispielsweise die Suche nach noch besseren Standorten.

Diakoniewerk der Superintendenturen Sonneberg und Hildburghausen/Eisfeld e.V.
Köppelsdorfer Str. 157 • 96515 Sonneberg • Telefon 03675 4091-110 • eMail info@diakoniewerk-son-hbn.de

 
MITGLIED IM LANDESVERBAND DIAKONISCHES WERK EVANGELISCHER KIRCHEN IN MITTELDEUTSCHLAND E.V.

Back to top